Die achte Ausgabe von Camenzind widmet sich dem Thema des Paradieses. Wie immer hat das Thema als Ausgangspunkt für die freie Assoziation unserer Autoren gedient. Wir sind angenehm davon überrascht, wie bunt die Ausgabe geworden ist. Es schien uns daher auch das Beste, die Beiträge nach Wortanzahl bzw. voraussichtlicher Leselänge zu sortieren. Camenzind ist jetzt also voll Toiletten- bzw. Busfahrt-tauglich.

Wie immer kreisen die meisten unserer Artikel um Themen in der Schweiz und in Deutschland. Auch der einzige Artikel in der Kategorie „XL“ von Martin Mosebach, den wir aus der FAZ neu abdrucken, kann auf die Situation in beiden Ländern bezogen werden, vor allem aber auf die in Deutschland: «Und wir nennen diesen Schrott auch noch schön! – Wider das heutige Bauen.» Mosebachs Polemik drucken wir nicht deshalb ab, weil wir sie gut finden – ganz im Gegenteil! Aber sein Artikel ist paradigmatisch für eine Stimmung, die unserem Fach grossen Schaden zuzufügen droht.

Deshalb auch schon im Vorwort der unbedingte Aufruf für die nächste Camenzind Briefe zu schreiben und – der herzliche Dank an alle Autoren der DICKSTEN CAMENZIND ALLER ZEITEN!

Die Redaktion (+233 548 138 930 and you okay)

INHALT:
- Another Shitty Day in Paradise (Foreign Architects Switzerland)
- Fiat 126P – Eine spekulative Collage (Wiktoria Furrer)
- Was sind die paradiesischen Eignungen der Schweiz? (R.G.)
- Ein Freilichtmuseum städtischer Gegenwart (Gregor Harbusch)
- Japanese in Switzerland (Souhei Imamura)
- Im Ernst: gründen wir eine Stadt (Michael Kraus)
- Matali Crasset (Axel Langer)
- Vom Secondo zum Primo (Patrick Maisano)
- Wider das heutige Bauen (Re- print) (Martin Mosebach) + Replik!
- Zurich, Prostitution Paradise? (OMNIBUS)
- Der Garten Eden (Robert Schulze)
- Das erste Projekt. Interview mit Patric Furrer und Andreas Jud
… sowie zahlreiche Specials, bunte Bilder und schlechte Witze!